|
Normalnull |
||
|
Eine Ausstellung mit 13 internationalen KünstlerInnen auf den Gewüssern Berlins vom 20. August bis zum 29. Oktober 2006. |
||
|
Der Ausstellungsraum ist das Wasser selbst und der Raum über der Wasseroberfläche. Den festen Boden verlieren. Objekte bewegen sich im Wasser, mit dem Wasser oder gegen die Bewegungen des Wassers. Stehen im Wasser, werden überspült unterspült befeuchtet genässt zersetzt oder bleiben trocken. Es sind begehbare Pontonstrukturen, sicht- oder unsichtbare Objekte, Brücken, Luftgefülltes. Auch performative Beiträge. Treibgut. Schwimmende Teppiche.
Dieses Wasser hat nichts mit dem überlebenswichtigen Wasser zu tun; es hat mit dem mächtigen Wasser zu tun, mit dem vielen, mit dem, das zum Schluss nach dem weiten Weg der Strömungen und Destillationen doch wieder Überlebenswasser ist. Die Wasserflächen im Berliner Stadtraum sind im wesentlichen Brauchwasserflächen. Kein Rhein und keine Sturmflut in Sicht. Die ganze Stadt aber schwimmt auf einem Grundwasserspiegel, der zumeist einige Zentimeter unter den Hauskellern beginnt. In der Zeit der großen Baustellen wanderten die Wasserflächen durch das neue Zentrum. |
Die Taucher waren die Stars unter den beteiligten Menschen, und unter Wasser aushärtender Beton war der Star unter den Werkstoffen. Nun ist das Berliner Wasser wieder in seine außerordentliche Trinkbarkeit und seine unspektakuläre Allgegenwärtigkeit zurückgeflossen.
Das Normalnull der Ausstellung ist diese durchbrochene Fläche. Neben neu entwickelten Arbeiten umfasst die Ausstellung Leihgaben und einen umfangreichen Sichtungsraum. An den in der Stadt verteilten Orten finden während der Laufzeit der Ausstellung Sonderveranstaltungen statt. Für den lexikalischen Katalog bitten wir alle um Informationen zu Arbeiten aus bildender Kunst, Musik, Literatur und Film, in denen Wasser ein zentrales Thema ist.
Photos: Stephan Kurr |
|










